Digital Detox – 5 Tipps für einen achtsamen Morgen ohne Smartphone

von | Dez 7, 2018 | Achtsamkeit, Feel, Heal

Stell dir vor, du wachst wie jeden Morgen um 6 Uhr auf, weil dein Handywecker dich sanft aus dem Schlaf klingelt. Was passiert als Erstes?

Richtig, du hast ja schon dein Handy in der Hand, da kann man auch schnell mal die Nachrichten auf Instagram, Facebook und WhatsApp nachschauen.

Und bevor du überhaupt den Fuß aus dem Bett gesetzt hast, bist du mit deinem Kopf schon mittendrin im Geschehen: Schnell dem Freund antworten, und warum hat sich mein Kollege noch nicht auf die wichtige Nachricht gemeldet? Eigentlich sollte ich gleich noch ein Foto auf Instagram posten. Und, richtig: Die Veranstaltung meiner Yoga – Facebookgruppe darf ich auf keinen Fall verpassen. Ein automatischer Ablauf am Morgen, der den meisten von uns wohl nur zu vertraut ist. 

Bewusst handyfreie Zeiten einzulegen, auch unter dem Begriff „Digital Detox“ bekannt, ist nicht nur entspannend sondern auch wichtig für unsere Gesundheit. Hier sind meine persönlichen Top 5 Digital Detox Tipps für den Morgen. Damit du den Tag direkt mit mehr mehr Energie, Achtsamkeit und Fokus starten kannst.

Warum Digital Detox am Morgen?

Ich selber gebe mich der Versuchung nur allzu leicht hin, das Handy immer in der Hand zu halten und ‘wichtige’ Nachrichten zu checken. Immer verfügbar zu sein..

Und leider bin auch ich nicht hundert Prozent frei davon, mein Smartphone und Laptop für lange Zeit unbeachtet zu lassen, da ich beruflich viel damit arbeite. Aber gerade deshalb, weil wir uns sowieso schon die meiste Zeit des Tages mit digitalen Medien befassen ist es um so wichtiger, achtsam mit den neuen Medien umzugehen, uns dessen bewusst zu werden und für Ausgleich zu sorgen. Denn auch hier kann ganz unbemerkt eine Gewohnheit entstehen, die für uns und unseren Körper nicht nur ungesund ist, sondern krank machen kann und uns jeden Tag Unmengen an Zeit nimmt.

Wenn wir auf unseren Körper achten und achtsam mit uns umgehen wollen, hilft es, dass wir uns Regeln zu setzen und Routinen erschaffen die gut für uns sind. Sonst verlieren wir uns leicht im digitalen Dschungel und in der Versuchung, unser Smartphone konstant in der Hand zu haben.

 

#1 Kein-Handy-Im-Bett-Regel

Digital Detox Morgen
Punkt Nummer eins: Kein – Handy – im – Bett. Ich muss zugeben, zu hundert Prozent schaffe ich es bisher selber noch nicht, es zu hundert Prozent aus dem Bett fernzuhalten, aber ich arbeite daran. Wenn du dir die Regel setzen kannst, morgens nach dem Aufwachen bis du aus dem Bett gestiegen bist dein Handy höchstens anzurühren, um den Wecker auszuschalten, dann ist das schon ein großer Gewinn.

Ein kleiner Trick, wenn es für dich zu verführerisch ist mal eben schnell die Nachrichten zu checken, da du nach dem Weckton das Handy eh schon in der Hand hast: Vielleicht findest du irgendwo noch deinen alten Schulwecker von früher (den du sicherlich noch irgendwo aufbewahrt hast). Oder besorge dir so einen kleinen Retro Wecker. Damit kommst du gar nicht erst in Versuchung, kannst dein Handy über Nacht weit weg legen und komplett ausgeschaltet lassen.

 

#2 ‚Offline‘ Dankbarkeits-Journal – wieder mehr Papier zum Schreiben benutzen 

Digital Detox Journalling
Seit kurzem setze ich mich jeden Morgen hin und schreibe drei Dinge auf, für die ich dankbar bin. Für alles gibt es ja mittlerweile eine App: Für mehr Achtsamkeit, für Meditation, für Notizen und Mindmapping. Aber ich finde, für gewisse Dinge braucht man einfach kein Handy und es ist viel schöner, auf Papier zu schreiben. Journalling so wie Tagebuch führen sind für mich schöne Routinen, für das man wirklich kein Handy braucht. (genau so ist es mit Meditation – warum braucht man sogar dafür eigentlich auch noch eine App?)

Sich bewusst mit Dingen ‚offline‘ zu beschäftigen und nicht automatisch für alles eine App parat zu haben, hilft sich aus der Abhängigkeit von digitalen Medien ein wenig zu lösen.

Beispiele Journaling 

Ein Dankbarkeitsjournal verändert meinen Blickwinkel auf die Dinge die ich tagsüber wahrnehme. Ich gehe bewusster durch den Tag und habe das Gefühl, dass ich Dinge seitdem positiver empfinde und allgemein zufriedener und optimistischer bin.

Es gibt mittlerweile viele Studien auf die Wirksamkeit von Dankbarkeistagebüchern. Eines der bekanntesten Journals momentan ist das 6-Minuten-Tagebuch (oder die englische Version 5-Minute-Journal).

Darin schreibst du jeden Morgen oder Abend drei Dinge auf, für die du während des Tages dankbar warst. Wichtig: Schreibe nicht nur auf, für WAS du dankbar bist, sondern vor allem, WARUM du dafür dankbar bist. Was war es genau, was dich glücklich und zufrieden in dem Moment gemacht hat? Ein Gefühl? Ein Gedanke den du dabei hattest? Vielleicht sogar eine Challenge die du bewältigen konntest?

 

#3 Mit Yoga in den Tag starten

Yoga Morgenroutine
Yoga ist für mich perfekt, um mir am Morgen Zeit für mich zu nehmen. Der Schritt auf die Matte bedeutet für mich, dass ich dort, und nur dort, meine nächsten 90 Minuten verbringen werde. Nichts zu tun außer Atmen, meinen Körper durch die Asanas zu bewegen, ganz bei mir zu sein, und den Anweisungen meines Lehrers zu folgen. (Und mir dabei höchstens die Frage zu stellen, ob ich ihm jetzt dabei folgen soll, den Kopfstand zu machen oder lieber in der ‘Haltung des Kindes’ meine wohlverdiente Pause einlege).

Ich glaube gerade in der heutigen Zeit, in der wir mit so vielen Informationen überflutet werden und unendlich viele Möglichkeiten haben uns zu entscheiden wie wir unseren Tag gestalten, sind Routinen und Rituale super wichtig. Yoga bedeutet für mich, mir genau diese Zeit zu nehmen. Mein Handy, wichtige Entscheidungen und Eile können sich in dieser Zeit draußen anstellen.

Egal, ob Yoga oder eine andere Routine, die dir gut tut und Spass macht – mach es dir zur Gewohnheit, Dinge in deinen Tag zu integrieren und dir Quality Time für dich zu nehmen. Wie du deine Gewohnheiten in 5 Schritten veränderst, darüber schreibt Karo in ihrem Blog über den bewussten Umgang mit digitalen Medien.

 

#4 Ziele aufschreiben – Kopf frei kriegen

Digital Detox Morgen
Diesen Tipp zum Thema Produktivität habe ich von meiner Freundin Christina Spoerer bekommen, der bei mir super funktioniert um meinen Kopf frei zu kriegen und meine Gedanken und beruflichen Ziele auf Papier zu bringen.

Er geht so: Bevor ich überhaupt daran denke, meinen Laptop aufzuklappen und mit der Arbeit zu beginnen, schreibe ich mir meine persönlichen und beruflichen Ziele und To-Do’s für den Tag in mein Journal. Jeder Tag bekommt bei mir eine neue und noch freie Seite im Buch.

Oben liste ich immer meine persönlichen Ziele und Termine auf, während darunter alle beruflichen To-Do’s kommen, die mir gerade einfallen. Aus der Liste picke ich mir dann die fünf wichtigsten Punkte heraus, die ich heute unbedingt erledigen will und schreibe diese darunter.

Es ist wahnsinnig befreiend, sich die Dinge aus dem Kopf zu schreiben – und zwar auf Papier – wusstest du, dass handgeschriebenes immer noch besser im Gehirn verarbeitet wird, als etwas, das du auf Tastatur oder auf dem Smartphone eintippst? – Das Smartphone kann also noch immer brav in der Tasche oder in der Schublade bleiben…

Jedes Mal, wenn ich eine Aufgabe erledigt habe und sie – mit einem zufriedenen Lächeln – durchstreichen kann, ist das ein tolles Erfolgserlebnis. Sollten am Ende des Tages noch To-Do’s übrig sein, übernehme ich sie auf die nächste Seite für den nachfolgenden Tag.

 

#5 Das Smartphone im Flugmodus geschaltet lassen

Digital Detox
Mein letzter Tipp zum Thema Digital Detox:

Dein Handy bimmelt am laufenden Band? Du bist häufig abgelenkt durch Nachrichten, die ununterbrochen auf WhatsApp eintreffen? Ich habe meine neue Lieblingseinstellung auf meinem Smartphone entdeckt – den Flugmodus!

Oh ja – ursprünglich dafür entwickelt, die empfindlichen elektronischen Signale während dem Flugbetrieb nicht zu stören, hilft der Flugmodus deines Smartphones nun dabei, deine eigenen Antennen nicht überzustrapazieren und dich um ein paar ruhige Momente mehr am Tag zu bereichern.

(Kleiner Tipp am Rande: Falls nicht im Flugmodus, dann halte dein Handy wenn möglich im Ruhemodus: Das stoppt das ständige Bimmeln durch WhatsApp, Facebook, Instagram und co…)

Am Anfang habe ich die Funktion nur nachts benutzt, um die elektromagnetischen Wellen um mich herum wenigstens während dem Schlaf zu reduzieren und somit für mehr Regeneration für meinen Körper zu sorgen. Gerade Menschen mit Hochsensibilität können besonders empfindsam darauf reagieren. Mittlerweile nutze ich den Flugmodus aber immer häufiger und gewöhne mich langsam an das angenehme Gefühl, mein Handy nicht ständig im Auge zu halten.

Flugmodus = On.

Hast du noch mehr Tipps zum Thema Digital Detox am Morgen? Schreib es mir unten in die Kommentare :). 

 

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