Meine Geschichte

Wie ist Feel Move Heal entstanden?  

 

Wenn du mich vor ein paar Jahren gefragt hättest, was man gegen Rückenschmerzen tun kann – ein ahnungsloses Schulterzucken wäre wohl die Antwort gewesen. Vielleicht wäre die Antwort auch gewesen, dass mehr Sport, Bewegung und eine Massage ganz gut tut.

Um ehrlich zu sein – ich war ich zu diesem Zeitpunkt einfach null mit meinem Körper und meiner Gesundheit vertraut.

Ich hatte andere Sorgen. Ich steckte mitten in den Prüfungen meines Studiums in International Business und hatte nebenbei noch einen Vollzeitjob in einem großen deutschen Unternehmen. Ich war froh, dass ich funktionierte und meine Prüfungen bestand.

Lass uns ein paar Jahre weiter zurück gehen…

 

Großgeworden bin auf dem Land in einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz.

Trotz einer Kindheit in einer Umgebung, von denen manche nur träumen können, hatte ich es damals nicht immer einfach. Ich war nach außen introvertiert, hatte kein Selbstbewusstsein, Probleme in der Familie und in der Schule, und war gleichzeitig hochsensibel auf all die äußeren Einflüsse, die auf mich eintrafen.

Nachdem ich die Schule abgeschlossen hatte, wollte ich sofort in die Großstadt ziehen und ein neues Leben beginnen.

Ich hatte diesen Traum vor Augen, Karriere in einem modernen Unternehmen zu machen. Ich wollte von allen gemocht werden, und ich versuchte alles, um meine Unsicherheit und mein fehlendes Selbstwertgefühl vor anderen Leuten zu verbergen. 

Für diese Ziele schränkte ich mich in fast allen Bereichen ein. Ich vergaß, wer ich bin und war mir selbst nie gut genug. 

Der Schlag kam…

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.. als ich 2008 Schmerzen am Rücken und am Bein bekam, die mit der Zeit chronisch wurden. Da ich mit dieser Situation total überfordert war und nicht wusste, an wen ich mich damit wenden kann, ging ich – wie viele andere – zum Orthopäden.

Vielleicht hatte ich Pech oder Glück, aber die Untersuchungen dort ergaben zuerst keinen Befund. Der Orthopäde gab mir am Ende der Behandlung den Tipp, mich mehr bewegen und Sport zu machen.

Also fing ich an, regelmäßig zu joggen und ins Fitnessstudio zu gehen.

Mit der Zeit wurden meine Rückenschmerzen und Verspannungen immer schlimmer. Irgendwann so schlimm, dass ich kaum noch auf meinem Bürostuhl sitzen und mich auf meine Arbeit konzentrieren konnte.

Meine Schmerzen begannen, mein Leben zu dominieren und zogen sich über den ganzen Rücken und das Bein hinunter. Mal war es an der einen Stelle schlimmer, mal an der anderen. 

Ich versuchte es 2012 bei zwei weiteren Orthopäden. Der eine diagnostizierte unspezifische Rückenschmerzen, der andere ein “LWS-Syndrom”. Weil ich darauf bestand, verschrieb er mir sechs mal manuelle Therapie bei einem Physiotherapeuten.

Ich hatte von vielen Leuten gehört, dass die Ursache für Rückenschmerzen ein Bandscheibenvorfall sein kann.

Also ließ ich ein MRT-Bild von meiner Lendenwirbelsäule machen. Auf dem Bild war zwar ein Vorfall zu sehen, doch die Ärzte versicherten mir, dass das nicht der Grund für meine Schmerzen sei. Das Innere der Bandscheibe drückte weder auf umliegende Nerven, noch auf das Rückenmark. Also mussten die Schmerzen von woanders her kommen.

Ich war verunsichert.

Was sollte dann die Ursache für meine Schmerzen sein? 

Gab es niemanden, der mir helfen konnte? Keiner wollte mir diese Frage so richtig beantworten.

Zwei Jahre vergingen, in denen ich von Arzt zu Arzt ging, im Fitnessstudio trainierte, und hin und wieder Physiotherapie auf Rezept bekam. Ich hatte jeden Tag Rückenschmerzen und kämpfte mich durch meinen Alltag wie zuvor. 

Ein Tag, der wie jeder andere begann, aber für mich entscheidend endete…

 

An einem Sommertag im Jahr 2014 wollte ich es bei einem weiteren Orthopäden versuchen.

Nach der Arbeit fuhr ich voller Hoffnung mit dem Rad zu ihm. Ich hatte lange im Internet nach einem guten Arzt gesucht und war endlich fündig geworden.  Die Website klang echt kompetent und die Methoden vielversprechend. Vielleicht konnte er mir ja sagen, warum ich solche Rückenschmerzen hatte, und was ich dagegen tun kann.

Als ich endlich ins Behandlungszimmer gerufen wurde und dem Arzt mein Problem schilderte, fühlte ich insgeheim, dass sich mein letzter Funken Hoffnung schnell verabschiedete. Der Mann vor mir wirkte desinteressiert, als ich ihm meine Situation erklärte. Und als ich ihn fragte was ich tun kann, bot er mir lediglich an, dass er mir mit Kortisoninjektionen in den Rückenmarkskanal helfen könnte, um eventuell daraus resultierende Schmerzen zeitweise zu unterdrücken.

Ohne sein Angebot entgegenzunehmen, fuhr ich nach Hause. Ich wusste nicht mehr weiter, und war körperlich und psychisch am Ende.

Gleichzeitig fühlte ich, dass sich etwas ändern musste. Ich fühlte, dass Medikamente und Spritzen nicht die Lösung sein durften, gerade weil sie nicht an der Ursache meiner Probleme halfen und so die Beschwerden immer wieder kommen würden. Ausserdem halfen die Sitzungen beim Physiotherapeuten nicht.  Egal, an wen ich mich wandte: eine Lösung für meine Schmerzen und Verspannungen schien es nicht zu geben.

Ich hatte das Gefühl, es musste irgendwo eine Lösung geben, aber dass irgendetwas gewaltig schief laufen musste in der Weise, wie chronische Schmerzen auf dem ‚üblichen Weg‘ behandelt werden.

Dieser Tag war ein Wendepunkt für mich. 

Ich begriff, dass ich meine Beschwerden selbst in die Hand nehmen musste. Ich bildete mir den Schmerz ja nicht ein.

Ich an, mich auf die Suche nach den Ursprüngen und nach langfristigen Lösungen zu machen.

Ich fühlte in mich hinein und fragte mich das erste Mal, was mir eigentlich gut tat? Als Antwort kamen mir auf Anhieb Bewegung, Wärme, Massagen.

In mir drin wuchs langsam eine Stimme, die immer lauter wurde: Warum war keine Berührung da? Warum fasste keiner der Therapeuten bei denen ich war meinen Rücken an und spürte kurz einmal hinein? Er würde mit seinen Händen all diese Verhärtungen fühlen, die sich meinen Rücken und das Bein entlang ziehen. 

Ich entdeckte auf einmal eine Energie in mir, die ich noch nie zuvor gespürt hatte.

Monatelang las ich mir Blogs und Expertenartikel über die Entstehung von chronischen ‚unspezifischen‘ Schmerzen durch, folgte Fachleuten aus aller Welt, die sich mit ganzheitliche Heilmethoden beschäftigten und verschlang Unmengen an Büchern zu dem Thema Thema.

Im Internet wurde ich von Informationen fast erschlagen, und eins wurde mir schnell klar: Man ist leicht versucht, jeder heilversprechenden Methode Glauben zu schenken. Es gibt so viele Therapien, und man bekommt schnell den Eindruck, dass viele davon für sich den Platz als die DIE richtige Methode beanspruchen möchten. 

 Aber mich ließ das Thema einfach nicht mehr los 

Nachts, mit Rückenschmerzen und der Erschöpfung nahe, lag ich oft noch stundenlang im Bett und las mir alles zu dem Thema durch. Ich wollte wissen, was die Ursachen für meine Schmerzen waren, und wie ich wieder gesund werden konnte.

Gleichzeitig fing ich an, ganzheitliche Methoden auszuprobieren. Ich ging zu verschiedenen Osteopathen, Physiotherapeuten und Heilpraktikern. Ich machte Termine bei Körpertherapeuten, Psychotherapeuten und einem Schmerzmediziner.

Während dieser Zeit bekamen meine Beschwerden endlich einen Namen. Oder besser gesagt, mehrere: Eine Therapeutin sprach von Fibromyalgie. Ein anderer von myofaszialen Schmerzen, also Schmerzen, die Muskeln, als auch das kollagene Bindegewebe betreffen.

Ich begann, Yogastunden zu nehmen, und machte Entspannungsübungen. Ich bekam Triggerpunkttherapie, ließ mich einrenken und ging zur Rückenschule. Ich probierte es mit Schröpfen, mit Akupunktur und mit Mesotherapie. Ich machte ein Basenfasten, gab Homöopathie eine Chance und versuchte es mit der Mikronährstofftherapie. Ich setzte Hoffnung in die Atlastherapie, die Myoreflextherapie, Faszientherapie, Energy Healing, und eine Hand voll anderer Methoden, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte.

Mehr und mehr Therapien, die mir vorher noch ein Fremdwort waren, waren mir mittlerweile bestens vertraut und ich lernte, deren Nutzen für mich einzuschätzen.

Mich ganz stark nach meiner Intuition zu richten, war mir damals unglaublich wichtig und hat mir rückblickend enorm zum Erfolg in der Sache verholfen. Gleichzeitig probierte ich einfach sehr viele verschiedene Therapien aus und pickte mir am Ende diejenigen raus, die mir wirklich halfen. Fühlte ich aber, dass sie mir nichts brachte oder ich mich nicht wohl fühlte, beendete die Behandlung sofort. 

Und tatsächlich wurde ich immer besser darin, mir das Wissen und die Methoden in mein Leben zu holen, die mir nachhaltig helfen würden.

Endlich fühlte ich, dass ich auf dem richtigen Weg war.

Ich wurde zum Beobachter und Forscher meines eigenen Körpers und hatte Erkenntnisse, die mein bisheriges Denken und Körperempfinden völlig veränderten. Ich fing an, Bewegungs- und Haltungsmuster an mir und an anderen zu wahrzunehmen, die ich nie zuvor bemerkt hatte.

So stellte ich fest, dass ich beim Gehen und in den meisten Alltagssituationen angespannt war. Ich bewegte mich einseitig und selbst beim Sitzen hielt ich oft die Schultern unbewusst nach oben und nach vorne gezogen.

Ich hatte mir meine eigene Daueranspannung und Schiefhaltung im Laufe meines Lebens zur Gewohnheit gemacht und mir fiel sie gar nicht mehr auf. Ich habe dazu einen Artikel über ungesunde Bewegungsgewohnheiten geschrieben, die eigentlich alle von uns betrifft.  

Stück für Stück fügten sich die Puzzleteile zusammen. Und ich musste lernen, vieles, was ich über Rückenschmerzen zu wissen dachte, über Bord zu werfen.

Mein Wunsch ist, dich mit meiner Geschichte zu inspirieren. Dazu, dass es Wege gibt die dich wieder gesund und schmerzfrei werden lassen. Ganz ohne Medikamente, anstrengendem Krafttraining und endlosen Besuchen beim Arzt. 

Nimm für dich mit, was dir hilft und lass los, was dir nicht gut tut.

In Liebe, Marie 

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Ich bin kein Arzt oder Heilpraktiker. Mein Blog ersetzt auch keinen Arzt oder Heilpraktiker. Ich kann keine Diagnosen stellen. Von mir bekommst du Inspirationen und Tipps, die dir und deinen Rückenschmerzen helfen können. 

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